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| Schwergewichter im ZOO SCHMIDING – Breitmaulnashörner beziehen neue afrikanische Savanne |
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Sie gehören zu den schwersten Landsäugetieren, mit
einem Gewicht bis zu 3,5 Tonnen und einer Schulterhöhe
von 1,90m sind sie wahrlich imposante Geschöpfe, die
nun auf der neu errichteten Savanne im Zoo Schmiding in
Krenglbach bei Wels, eingezogen sind. Am 26. August
2008 fand die offizielle Eröffnung des neuen
Lebensraumes statt.
Die neu errichtete Anlage umfasst eine Fläche von mehr
als 1 ha mit savannenartigem Charakter. Mehrere Akazien
spenden Schatten, eine große Schlammsuhle bringt
gelegentliche Abkühlung. Afrika mitten in
Oberösterreich. Neben den beiden Breitmaulnashörnern,
die aus einem deutschen Zoo übernommen werden konnten
wird die neue Anlage auch von Zebras, Rappenantilopen
und Afrikanischen Straußen bewohnt. Der Zoobesucher
beobachtete das Leben in der Savanne von einem drei
Meter über dem Boden befindlichen Beobachtungsplateau
aus.
Nashörner sind nicht nur mächtige sondern auch
besonders urtümlich anmutende Geschöpfe. Kein Wunder
Nashörner leben schon seit ca. 60 Mio. Jahren auf
unserem Planeten. Ihre Blütezeit erlebten sie im Miozän
(vor 23 bis 5,3 Millionen Jahren), damals lebten ca. 30
Nashornarten auf der Erde. Heute sind davon noch 5
übrig. In Afrika das Breitmaulnashorn und das
Spitzmaulnashorn, in Asien das Panzernashorn,
Sumatranashorn und das Javanashorn. Sämtliche der noch
lebenden Nashornarten sind selten, der Bestand an
Breitmaulnashörnern hat sich in den letzten Jahrzehnten
durch intensive Nachzucht und Schutzbemühungen deutlich
erhöht. Gab es Ende des 19ten Jahrhunderts nur mehr 10
Südliche Breitmaulnashörner so hat sich ihre Zahl 1970
bereits auf 1000 Tiere erhöht. Heute gibt es bereits
wieder ca. 12000 Tiere. Legendär ist der Begattungsakt
der Nashörner: Er dauert 20 bis 80 Minuten, wobei das
Männchen mehrmals im Abstand von etwa 3 Minuten
ejakuliert. Dies dürfte mitverantwortlich dafür gewesen
sein, dass dem Horn des Dickhäuters eine
potenzsteigernde Wirkung nachgesagt wird, was vielen
Nashörnern das Leben gekostet hat. In Wirklichkeit ist
das Horn lediglich aus der gleichen Substanz aufgebaut
wie unsere Haare.
Die beiden Nashörner und die anderen Bewohner der
afrikanischen Savanne sind ab nun täglich von 9-19 Uhr
(letzter Einlass 17 Uhr) zu beobachten.
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